Corona Aktuell - Kinder aus der Bewegungslosigkeit befreien!


DOSB fordert Privilegierung des „Sports für Kinder und Jugendliche“

Hörmann: "Kinder und Jugendlichen aus der anhaltenden Bewegungslosigkeit befreien!"

 

16.04.2021 - Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) fordert die Bundespolitik auf, bei der aktuellen Beratung das Infektionsschutzgesetz für eine bundesweite Privilegierung des Sports für Kinder und Jugendliche zu nutzen. „Die Gesellschaft insgesamt und insbesondere die Kinder und Jugendlichen müssen endlich aus der inzwischen über ein Jahr anhaltenden Bewegungslosigkeit befreit werden. Mit Hilfe der bestehenden und bewährten Konzepte des Sports sowie der vielen Engagierten vor Ort können und müssen wir nun zeitnah sicher und verantwortungsvoll wieder starten“, forderte DOSB-Präsident Alfons Hörmann in einem Brief an die Fraktionsvorsitzenden der Regierungskoalition.

Er knüpfte damit an den „Hilferuf“ von DOSB-Vizepräsident Andreas Silbersack an, der am Mittwoch im Sportausschuss den drohenden Verlust einer ganzen Generation beschrieben hatte. Mit Hilfe der bestehenden und bewährten Konzepte des Sports (DOSB-Leitplanken, Übergangsregeln der Fachverbände, DOSB Hygiene Standards usw.) ist der organisierte Sport mit seinen rund 90.000 Vereinen in der Lage, verantwortungsvoll Bewegungsangebote zu machen.

Der organisierte und vereinsbasierte Sport bietet die einzigartige Möglichkeit, die Gesundheit, das soziale Miteinander und das Selbstwertgefühl der jungen Menschen zu fördern. Analog zum Szenario der Schulöffnungen sollte für diese Altersgruppe der Sport im Verein in Gruppen bis zehn Personen unter Einhaltung der Hygienekonzepte zugelassen werden. Auch bei privaten Treffen mit mehreren Personen werden Kinder und Jugendliche nicht auf die maximale Personenzahl angerechnet.

Unterstützung für die Forderung des organisierten Sports kommt auch aus der Wissenschaft. Erst Anfang der Woche hatten führende Aerosol-Forscher in einem offenen Brief auf das marginale Risiko von Infektionen unter Freiluftbedingungen hingewiesen. Jüngste Daten aus Irland sehen nur 0,1 Prozent der Infektionen bei Aktivitäten im Außenbereich. Gleichzeitig zeigen Studien eindeutig, dass regelmäßiges Sporttreiben vor schweren Covid-Verläufen schützt. Auch Ernährungsforscher weisen auf Gesundheitsrisiken für Kinder durch Bewegungsmangel und falscher Ernährung seit Beginn der Pandemie hin. „In unseren Sportvereinen und einem unter klaren Regeln abgehaltenen Sportangebot liegt ein wertvoller Teil der Lösung bei der Bekämpfung der Pandemie“, erklärte Hörmann. (Quelle: DOSB)

 

Offener Brief Gesellschaft der Aerosolforscher: http://docs.dpaq.de/17532-offener_brief_aerosolwissenschaftler.pdf

Daten aus Irland zu marginalem Infektionsrisiko bei Freiluftaktivitäten: https://www.irishtimes.com/news/ireland/irish-news/outdoor-transmission-accounts-for-0-1-of-state-s-covid-19-cases-1.4529036

US-Studie zu geringerem Risiko für schweren Covid-Verlauf bei ausreichender Bewegung: Physical inactivity is associated with a higher risk for severe COVID-19 outcomes: a study in 48 440 adult patients | British Journal of Sports Medicine (bmj.com): https://bjsm.bmj.com/content/early/2021/04/07/bjsports-2021-104080


Diesem Beitrag des Deutschen Olympischen Sport Bundes können wir uns nur anschließen. Die Kinder brauchen Bewegung an der frischen Luft!!! Darum planen wir weiterhin unsere Camps an allen Standorten. Wir lassen euch nicht im Stich und werden alles dafür geben, auch dieses Jahr unsere Camps unter Pandemie-Bedingungen mit intelligenten Hygienekonzepten durchzuführen. 


Nach den aktuellen Beschlüssen des Bundestages und des Bundesrates ist das Infektionsschutzgesetz auf Bundesebene angepasst worden. Damit tritt nun ab einer Inzidenz von 100 die "Notbremse" in Kraft:

Das Infektionsschutzgesetz sieht für den Vereinssport das Folgende vor:

Für Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres ist die Ausübung von Sport zulässig in Form von kontaktloser Ausübung im Freien in Gruppen von höchstens fünf Kindern. Die Anwesenheit von Zuschauern ist ausgeschlossen, angemessene Schutz- und Hygienekonzepte werden eingehalten. Anleitungspersonen müssen ein negatives Ergebnis eines anerkannten Tests vorlegen.

 

Betroffen davon (Inzidenz über 100) sind unsere Standorte in Hamburg (114), Düsseldorf (161), München (140), Stuttgart (210), Hannover (155) und Frankfurt (201). 

 

Gut, dass noch einige Liter Wasser die Elbe entlanglaufen werden und bis zum Camp-Start 2021 einiges passieren kann. Das erste Camp soll am 21. Juni in Lübeck starten. Hier liegt die Inzidenz zur Zeit bei 54, die Kinder dürfen zur Zeit in festen Gruppen von maximal 20 Kindern kontaktlos Sport treiben. Immerhin!

 

Die Kinder können über unser online-Anmeldeformular wie gewohnt angemeldet werden. Der Teilnahmebeitrag wird erst dann fällig, sobald es feststeht, dass die Camps stattfinden können. Sie werden dann entsprechend informiert.




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